Archiv für Studentenleben

nach dem Studium ist vor dem Studium; vom Bachelor in den Master

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Ich habe eine Reise gemacht diesen Sommer. Ich habe mich in ein Korsett geschnürt und acht Wochen lang das viktorianische England erkundet. Seit Ende letzter Woche bin ich nun wieder zurück im herbstlich-kalten Berlin und muss mich erstmal wieder einfinden in den Irrungen und Wirrungen der Postmoderne. ;-) Das geht glücklicherweise ganz gut Dank der vielen Termine und Einladungen, die ich gerade habe, andererseits bin ich aber auch irgendwie urlaubsreif… Da wegen des Master-Studiums, das ich am 12.10. begonnen habe, im Moment allerdings kein richtiger Urlaub möglich ist, hoffe ich, zwischendurch im Alltag ein bisschen Entspannung zu finden. Das erleichternde Gefühl, meine Abschlussarbeit hinter mir zu haben, hilft mir auf jeden Fall dabei. Während der Arbeit waren Treffen mit Freunden (auch wenn es, zeitlich bedingt, nicht so viele waren) und Musik nicht nur eine wohltuende Abwechslung, sondern auch Unterstützung. Die Songs von Simon & Garfunkel, die mich, im wahrsten Sinne des Wortes, schon mein ganzes Leben lang begleiten (meine Mutter hatte sie während ihrer Schwangerschaft regelmäßig gehört), waren auch diesmal wieder besonders hilfreich. Nicht zu vergessen natürlich auch Neil Tennant, der nicht nur als Lesezeichen (siehe oben) gute Dienste geleistet hat *schmunzel*, sondern mich immer wieder inspiriert und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

nadsab

Yours nadsab am/im Schlachtensee am Rande des Grunewalds; aufgenommen von Susi am 1. September 2009. Die Textzeilen auf dem Foto sind aus „Bridge Over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel.

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alles neu macht der Mai

Wahnsinn, es ist schon Mai… Dieses Jahr scheint für viele Menschen, die ich kenne, ein Jahr der Veränderungen zu sein oder zu werden. Ich persönlich habe in den letzten Monaten auch einige wichtige Erfahrungen gemacht und neue Erkenntnisse gewonnen. Ich starte mit einem Gefühl von Aufbruch und Neugier in den sogenannten Wonnemonat und bin gespannt, was sich in den kommenden Wochen und Monaten noch so alles ergeben wird. Auch hier auf dem Blog wird es einige Veränderungen geben. Vielleicht geht mindflow in eine persönliche Homepage über, mal sehen.

Meinen Geburtstag, der in diesem Jahr ungünstigerweise auf einen Montag fiel, habe ich, weil ich am Tag selbst etwas machen wollte, erst im kleineren Kreise bei mir zu Hause gefeiert; abends ging es dann nach Prenzlauer Berg in die Pappelallee ins Restaurant Gallia. Da es angenehm warm war, konnten wir noch lange draußen sitzen, bis ca. halb elf. Auch wenn wegen des Wochentags – und bei einigen auch aus gesundheitlichen Gründen – leider nicht alle, die ich gerne dabei gehabt hätte, kommen konnten, war es ein gelungener Tag. Außerdem konnte ich mich diesmal, weil wir zu zehnt waren, auch allen Gästen viel mehr widmen als während der zwei größeren Parties 2007 und 2008.

Am Tag darauf war ich mit Silvio bei Judith im Studentenwohnhein auf einem kleinen Grillfest. Das Wohnheim liegt mitten im Grünen unweit vom Teufelsberg und hat quasi einen eigenen Grillplatz mit Tischen und Bänken. Sehr praktisch. So braucht man nicht in irgendeinem Park „schwarz“ zu grillen und ist ungestört.

Den „berühmt-berüchtigten“ 1. Mai habe ich mit Susi, Sora und Florence (und zwei Kumpels von ihr) in Kreuzberg verbracht… und überlebt. ;-) Da die Straßen rund um den Kotti relativ weiträumig abgesperrt waren und dadurch auch keine Busse mehr fuhren, sind wir am Nachmittag noch ein ganzes Stück durch die sonnige Stadt gelaufen, um uns dann im Kirk Royal am Landwehrkanal erstmal ein bisschen zu stärken. Anschließend ging es mitten rein ins Getümmel; das Straßenfest war in vollem Gange. Bunt und laut. Unmengen von Bierflaschen auf der Straße und ab und zu ein paar Steine. (Das ist übrigens weder zynisch gemeint noch verharmlosend, sondern vielmehr eine Beobachtung). Die Atmosphäre, diese ganz spezielle Mischung aus Party und Demo, und die Menschen dort muss man, insbesondere als Berliner, am besten mal selbst erlebt haben. Bevor es in der Nacht an einigen Ecken brenzlig wurde, haben wir uns wieder auf den Weg Richtung Charlottenburg-Wilmersdorf gemacht. Hier wohne ich am liebsten, wobei ich die Vielfalt der ganzen Stadt liebe und brauche.

Der Samstag verlief zum Ausgleich etwas weniger aufregend mit einem kleinen Mädelsabend mit Susi und Florence, erst bei mir zu Hause, später noch in einer Cocktailbar mit „Sandboden“ (=> herrliche gefakte Strand-Atmosphäre *grins*) bei mir in der Nähe.

Ansonsten habe ich noch Sven getroffen (lieben Dank nochmal für das Buch und das Auswechseln der Birne im Bad! ;-), morgen Abend treffe ich Martin aus dem Pet Shop Boys-Forum, der ein paar Tage in Berlin ist, und kümmere mich darüber hinaus natürlich um den Abschluss meines Bachelor-Studiums.

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zurück in Berlin

Berlin hat mich wieder! ;-) Nachdem ich zwei schöne Wochen bei meiner Familie in Frankfurt verbracht habe, bin ich seit Mittwoch wieder in der Hauptstadt, die in den vier Jahren, die ich nun schon hier lebe, längst sowas wie ein zweites Zuhause für mich geworden ist. Aus diesem Grund – und auch, weil mich Susi so lieb am Bahnhof empfangen hat und wir anschließend gleich in meiner Stamm-Cocktailbar waren – fällt mir das Ankommen gar nicht mehr schwer; das Gefühl, sich erst wieder ein Stück weit einleben zu müssen, das ich gerade in der Anfangszeit öfters hatte, ist verschwunden. Man könnte fast sagen, dass aus dem Ankommen ein Zurückkommen geworden ist, auch wenn ich natürlich meine Eltern (und einige alte Schulfreunde) lieber hier hätte… aber das ist okay. Ich meine, wann ist schon alles optimal? Und wäre das nicht langweilig? Im Moment bewegt sich jedenfalls alles (weiterhin) in eine gute Richtung. Meinem Bachelor-Studium wird ein Master-Studium folgen, und auch privat kann ich derzeit alles andere als klagen… und wer weiß, vielleicht geht ja – darüber hinaus – auch noch der ein oder andere Wunsch in Erfüllung. Jemand sagte mal zu mir: Träume sind dazu da, um erfüllt zu werden. Das mag vielleicht platt klingen, ist aber gar nicht so doof, da es Einem bewusst macht, dass Träume nicht zwangsläufig Träume bleiben müssen, sondern sehr wohl die Möglichkeit besteht, diese in die Realität umzusetzen. Soo, jetzt aber genug geblubbert, was? Wenn ich eh keine konkreten Beispiele hier anführe… ;-) Ist einfach schwierig – in der Öffentlichkeit des www. Muss mal schauen, wie ich mindflow in Zukunft weiterführen möchte/werde.

Am Tag nach meiner Ankunft habe ich mich mit Julia getroffen und heute (Freitag) einen tollen Abend mit den (inzwischen nicht mehr ganz so-)Neu-Berlinern bei Tobi verbracht. Hat sehr viel Spaß gemacht! Bin übrigens gerade nach Hause gekommen, und weil ich, wenn ich unterwegs war, bekanntlich nie direkt ins Bett gehen kann, ist dieser Beitrag hier entstanden. Dieses Wochenende werde ich meine letzten Tage als 23-Jährige genießen… ;-)

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* walking in a winter wonderland *

Bevor ich euch gleich auf einen kleinen Spaziergang durch das verschneite Berlin-Dahlem mitnehme, hier, wie angekündigt, noch ein paar Eindrücke aus der Silvesternacht und dem 1. Januar in Stuttgart. :-)

Sue und ich vor dem „Häusle“ eines Kumpels von Alex, irgendwann nachts ;-)

Stuttgarter Straßenimpression

Ein überdimensionaler Tetris-Stein? – Nein, das Stuttgarter Rathaus! ;-)

Glühwein und Dampfnudeln am Schlossplatz

Um den Jahreswechsel herum war es im Vergleich zu jetzt noch relativ warm. Wer wie ich in einem Altbau wohnt – mit Original-Altbaufenstern ;-) – wird zur Zeit wahrscheinlich ähnliche Muster an seinen Fenstern entdecken…

Mein liebstes Winterwetter besteht aus Sonne bei trockener Kälte und ganz viel Schnee. Genauso hatte sich mir Berlin, als ich am Montag wiedergekommen bin, präsentiert. (Wie gut, dass mich meine Mutter zuvor überredet hatte, mir ein Paar neue warme Winterstiefel zu kaufen! ;-)) Am Dienstagmittag nach der Uni habe ich dann gleich mal einen Spaziergang durch die umliegenden Parks gemacht und dabei mit meinem neuen Handy ein paar Eindrücke eingefangen…

Campus-Gelände der Freien Universität Berlin

traumhaftes Winterwetter

unser Wegweiser…

… und ein vorbeirauschender Doppeldecker

Dahlem im Schnee

auf dem Weg in den Triest Park

gegen 13 Uhr

Voilà, ich bin da…

… und genieße die wunderschöne Winterlandschaft.

Nachmittags bin ich dann nochmal mit meiner „richtigen“ Kamera losgezogen. Leider war es da zum Fotografieren fast schon zu dunkel.

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Sonne + Regen = Regenbogen

Der Himmel über Berlin ist bunt… ;-)

Dieses immer wieder schön anzusehende Naturschauspiel zeigte sich mir am Samstag während des nervenaufreibenden Endspurts meines zähen Schreib-Marathons, als nach stundenlangem Dauerregen plötzlich die Sonne rauskaum.

Die Erleichterung bei der Abgabe heute war riesengroß und selbst mit dem berühmten „Topf voll Gold“, der ja bekanntlich am Ende des Regenbogens versteckt ist, nicht aufzuwiegen. Hmm, wobei ein solcher in Anbetracht der derzeitigen Weltwirtschaftslage… – ach, lassen wir das. ;-)

Jetzt kann ich jedenfalls endlich ein bisschen durchatmen – bevor es dann in den nächsten Wochen mit den beiden letzten (!) Hausarbeiten meines Studiums weitergeht – und endlich auch wieder mehr Termine und Verabredungen wahrnehmen. Ein Jammer, was ich alles absagen musste…

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Wildschwein-Alarm am Wannsee

… und was sonst noch geschah: Der Sommer ist vorbei – oder besser gesagt: unbemerkt vorübergegangen. Juli, August und September 2008 waren auf jeden Fall die kältesten und verregnetsten Sommermonate, an die ich mich erinnern kann. Dafür wird der Frühling nun wohl immer wärmer. Geburtstagfeiern bei heißen 30 °C, wie das 2007 und auch dieses Jahr bei mir der Fall war, scheint Usus zu werden. Na ja, hat auch was. Während ich mich über die fehlende Sommersonne ärgerte, dachte hoffte ich, dass dadurch wenigstens das Schreiben meiner letzten vier Hausarbeiten etwas leichter fallen würde, doch das war anscheinend ein Irrtum. Es ging und geht zwar gut, aber doch irgendwie stockend voran. Ich bin entweder unterwegs oder mit meinen Gedanken ganz woanders. Es ist irgendwie Zeit für Neues, obwohl das Alte ansich nicht schlecht ist. Vielleicht ist das gerade die Crux. Ich habe jedenfalls einige neue Erkenntnisse gewonnen in den letzten Wochen und außerdem eine alte Begeisterung aus meiner Kindheit und Jugend wieder- bzw. vielmehr neu entdeckt, was mich ganz fröhlich macht. Und ich verliebe mich immer noch wie ein verrückter Teenager, obwohl ich doch seit Jahren – und nach wie vor – an einer Person hänge, die so Einiges verändert hat in meinem Leben und die wohl zur Zeit selbst in einer nachdenklichen Phase steckt. Während ich das gerade so schreibe, habe ich irgendwie das Gefühl, dass alles gut ist/wird. Außerdem habe ich ja, um mal das Geheimnis des Titels zu lüften, während eines Ausflugs mit Silvio eine unfreiwillige Begegnung mit einem blutrünstigen Wildschwein überlebt – im Dunkeln auf dem Rübezahlweg unweit von Wannsee und  Pfaueninsel. Die (Achtung, Ironie) mutige, coole Nachtwanderung, die ich Stadtkind geplant hatte, fand ein jähes Ende. Was waren wir froh, als wir im letzten Bus zurück Richtung S-Bahn-Station Wannsee gesessen hatten! ;-)

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Zukunft, bald. Tonight is forever.

Ich muss im Moment so viel schreiben für die Uni, so dass ich meine Gedanken und Gefühle an dieser Stelle lieber mit drei Liedern ausdrücken möchte, die gerade ganz passend sind…

• über Altes und Neues – „Du erinnerst mich an Liebe“, ich+ich

• heute – „Tonight is forever“ (♥), Pet Shop Boys

• heute und morgen – „Vielleicht“, Madsen

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scheiß Krieg

Ich bin gestern Nacht evakuiert worden. Hätte nie gedacht, dass ich so einen Satz mal schreiben oder sagen würde – aber gestern und heute mehrfach geschehen. Der Grund war eine 500kg schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die in meiner unmittelbaren Nachbarschaft bei Bauarbeiten in einem Vorgarten entdeckt wurde und entschärft werden musste. Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften des DRK. Mehrere tausend Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Straßen gesperrt. Verkehrschaos. Panik.

© ddp – Bombenfund in Berlin-Wilmersdorf

Heute Mittag hatte ich dann – ausgerechnet – meine erste Prüfung in diesem Semester, eine zweistündige Übersetzungsklausur, zwei Texte, vom Deutschen ins Englische. Wegen dieser Prüfung wollte ich gestern eigentlich mal ein bisschen zeitiger ins Bett gehen… Hatte schon geduscht und gegessen, als es gegen 23 Uhr aus einem Lautsprecherwagen brüllte: „Achtung, Achtung, hier ist eine Durchsage der Polizei… “ – Hatte gerade noch Monk nebenbei geguckt und gedacht gehofft, diese unwirklich klingenden Worte kämen aus dem Fernsehen, aber Pustekuchen: Nachdem ich den Ton ausgemacht hatte, waren sie immer noch da – und sie klangen seltsam, fast surreal. „Wegen eines Bombenfunds aus dem Zweiten Weltkrieg müssen folgende Straßen evakuiert werden: (…). Alle Bewohner werden gebeten, umgehend ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Notunterkünfte gibt es (…)“ SCHOCK! Ich war gerade dabei gewesen, ins Bett zu gehen. Herzklopfen.

Erster Gedanke: scheiß Krieg. Zweiter: Eltern anrufen und Bescheid sagen. Dritter: Julia anrufen und um Asyl bitten. Dann schnell Rucksack geschnappt, das Allernötigste eingepackt, Licht aus und weg. An den Wohnungstüren eilig geschriebene Zettel: „Ich bin draußen“ + Telefonnummer. Überall Polizei, umherirrende Menschen, teils mit Kopfkissen und Decken, Straßen abgesperrt, Panik. Notunterkünfte in irgendwelchen Schulen und Turnhallen. Um eine Evakuierung des nahegelegenen Krankenhauses zu verhindern, wird die Bombe mit einem Spezialfahrzeug in den Park gebracht, wo sie in einem schnell ausgebaggerten provisorischen Graben entschärft werden soll. Dauer zu dem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Ich flitze meine Straße runter, krabbel unter einer Absperrung durch und hüpfe in das nächste Taxi. Schnell weg. Mein Herz klopft noch immer. Als ich bei Julia ankomme, die mich liebevoll aufnimmt, sehe ich schon das Bett, das sie mir in der Zeit frisch bezogen hat. Ich komme langsam runter. Ein heißer Pfefferminztee – nie hat er so gut getan.

Krieg, Flucht, Angst. All das war auf einmal so real. Anders als in den Geschichten, die mir meine Oma über die Flucht aus Schlesien erzählt hat – anders im Sinne von plötzlich spürbar, obwohl es nur ein lächerlicher Bruchteil von dem war, was sie damals mit ihren Söhnen, zwei meiner Onkel, die damals noch Kinder waren, erlebt hat… überhaupt, was Menschen in Kriegen erleben.

Als ich heute vor der Prüfung mit Leuten aus meinem Kurs spreche, ist der Bombenfund – das Ding wurde heute in den frühen Morgenstunden entschärft – das Hauptthema. Als ich dem Dozenten von meiner kurzen Nacht berichte, lächelt er und sagt: „I’m sure, you’ll be doing fine.“ (In der Klausur.) Aha. Ich mache den Laptop an, den mir Susi für die Klausur geliehen hat, lese die Texte und beginne mit der Übersetzungsarbeit. Der Alltag holt mich langsam wieder ein.

Der normale Alltag, der nicht selbstverständlich ist.

© Steffen Pletl

Berliner Morgenpost, www.morgenpost.de

Nach Evakuierung in Wilmersdorf
Bombe entschärft – Anwohner kehren zurück
Mittwoch, 16. Juli 2008 13:35

(…) Rund 5000 Menschen mussten gestern Abend rund um die Mecklenburgische Straße ihre Häuser verlassen, nachdem dort eine britische 500-Kilo-Fliegerbombe gefunden worden war. 600 von ihnen kamen in Notunterkünften, darunter auch das Stadion, unter. Mehrere Hundert Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige des Roten Kreuzes waren im Großeinsatz. Heute gegen 8.40 durften die Anwohner endlich wieder zurück in ihre Häuser. Gegen 8.15 Uhr am Morgen war der Zünder der Bombe gesprengt worden, die somit nun unschädlich ist. Dabei gab es keine Zwischenfälle. Entschärfer des Landeskriminalamtes brachten die Bombenreste anschließend zum Sprengplatz Grunewald. An der Bombe war ein komplizierter chemischer Langzeitzünder, der nicht auf herkömmliche Weise entschärft werden konnte. Die Zusammensetzung des Zünders war zuvor in einem Labor untersucht worden. Für die Dauer der Sprengung im Volkspark Wilmersdorf war die A100 zwischen Konstanzer Straße und Innsbrucker Platz vollständig gesperrt und der S- und U-Bahnverkehr unterbrochen, dann aber wieder frei gegeben. Der Volkspark Wilmersdorf blieb zunächst noch gesperrt. (…) Ein Kleinbagger war bei Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück auf den Blindgänger gestoßen. Umgehend wurde der Fundort weiträumig abgesperrt. Die Gasag kappte Gas-, die Berliner Wasserbetriebe mehrere Wasserleitungen. Zwei Tankstellen mussten geräumt und ihr Stromanschluss unterbrochen werden. Zunächst war erwogen worden, auch das Sankt Gertrauden-Krankenhaus an der Paretzer Straße 12 zu räumen. Damit wäre die Verlegung von knapp 400 Patienten in andere Kliniken notwendig geworden. Erst am Abend hatte sich die Einsatzleitung entschlossen, den Blindgänger in den nahe gelegenen Volkspark zu bringen und so den Sperrkreis zu verkleinern. Damit konnte die Evakuierung des Gertrauden-Krankenhauses abgesagt werden. (…) Die Polizei hatte insgesamt 200 Beamte eingesetzt. Die Berufsfeuerwehr war mit 40 Rettungskräften präsent; zwei Drehleiterwagen sollten gegebenenfalls bei schwierigen Evakuierungsfällen Unterstützung leisten. Zudem hatte das DRK acht schnelle Einsatzgruppen mit 160 Helfern aufgeboten. (…)

Quelle: www.morgenpost.de

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Flower Power im Park Sanssouci

Potsdam ist ja ansich schon schön und immer einen Besuch wert, aber bei Sonne ist es einfach traumhaft! Hier der Auftakt einer kleinen Fotoreihe…

Don’t worry…

… don’t hurry

… and don’t forget to smell the flowers.

* * *

Im Moment halten sich Zeit mit Freunden verbringen / schöne Dinge unternehmen und Uni-Arbeit noch ganz entspannt die Waage bei mir. Gegen Mitte und vor allem gegen Ende des Semesters wird es anders aussehen, aber das bin ich ja inzwischen gewohnt. Ungewohnt ist bloß der Gedanke an die Tatsache, dass es mein vorletztes ist, zumindest was den Bachelor angeht. Werde ich den Lehramts- oder den Kultur-und-Medienmanagement-Master machen – oder etwa einen ganz anderen Master (à la Business Administration *lach*)? All das werde ich in den nächsten Monaten und besonders im Praktikum, das ich nach dem Bachelor auf jeden Fall machen möchte (am liebsten bei einem Fernsehsender hier in Berlin), in Ruhe überdenken. Traumberufe wären ja auch Schauspielerin und Fotografin… Na ja, eins nach dem anderen! Und Träumen ist ja erlaubt. ;-)

Dazu ein bisschen Musik aus meiner Jugend… *zwinker*

„Viva Forever“, Spice Girls

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schlechtes Wetter, guter Start

Grund zur Freude: Mein vorletztes (Bachelor-)Semester hat gut begonnen, und die Umstellung meines Schlaf-Wach-Rhythmus gestaltet sich auch viel erträglicher als vermutet. ;-) Ich habe, obwohl das Lern- und Lesepensum mal wieder ziemlich hoch ist, ganz interessante und angenehme Kurse erwischt, so wie es aussieht, und viele nette Leute wiedergetroffen. Außerdem habe ich – und das motiviert mich für den Schreib-Endspurt bzw. meine nächste Hausarbeit (Thema: Schillers ästhetische/theoretische Schriften) – auf meine Didaktik-Arbeit, die ich gestern abgegeben habe, heute schon eine Note bekommen, eine 1,3 – soeben per „Campus Management“ erfahren. Das nenne ich mal schnell!

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