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‘Relikte der Vergangenheit’, die Zweite

Nach dem kleinen Running-Gag „damals, 1985″ auf der Geburtstagsfeier gestern, hier mal wieder was aus der Kategorie „Relikte der Vergangenheit“: ein Polaroid-Foto aus meinen Kindertagen (leider weiß ich das genaue Jahr nicht – vll. 1990, 1991?). Es zeigt, dass ich mich immer schon gerne mal verkleidet habe.

Ich trage ein Charleston-Kleid und Ohrringe (Clips) – aber am schicksten finde ich doch meine Zahnlücke… ;-D

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mit den Pet Shop Boys in Potsdam…

All I want is what you want
I’m always waiting for a red letter day
Like Christmas morning, when you’re a kid
Admit you love me and you always did
Baby, I’m hoping for that red letter day – today

(aus: A Red Letter Day, Tennant/Lowe, 1996)

… oder: Wie ein Traum wahr wurde und es uns mit jeder Menge Herzklopfen – nach einer nervenaufreibenden Odyssee vom Berliner radioeins-Studio nach Potsdam-Babelsberg via S-Bahn, Trampen, Beine in die Hand nehmen und… Rennen! – gerade noch rechtzeitig gelang, Neil Tennant und Chris Lowe als zwei sympathische und normal gebliebene Menschen live und in Farbe zu erleben.

Chris Lowe, Steven, eure verrückte Bloggerin, Neil Tennant, Michael

Hui, ich weiß gar nicht so recht, wie und wo ich anfangen soll… soo viele Eindrücke… und es kommt mir immer noch so unwirklich vor… doch ganz langsam beginne ich zu realisieren, dass das wohl alles passiert ist – und wir sie tatsächlich getroffen haben. Dabei hätte ich mich um ein Haar nicht getraut; zum Einen, weil ich für Herrn Tennant doch noch ein bisschen mehr als bloße Sympathie empfinde (Punkt, Punkt, Punkt, *räusper*), zum Anderen hatte ich die Befürchtung, dass mein Bild von den beiden eventuell negativ mit der Realität kollidieren könnte; und darüber hinaus ist es schlicht und einfach auch unheimlich aufregend, die Mitglieder einer seiner Lieblingsgruppen in natura zu sehen – und wen könnte ich gerade lieber sehen wollen als die beden Junx?! ;-)

Hier ein kleiner Bericht in 7 Szenen mit dem wörtlich zu nehmenden Titel:

I wouldn’t normally do this kind of thing! (Lachen erlaubt und erwünscht)

Szene 1: 30. März, nachmittags. Ich erfahre, dass die Pet Shop Boys am 31. März um 15 Uhr einen Interview-Termin bei radioeins haben. Da ich das Angebot, die beiden am 1. April bei Radio Hamburg zu treffen aus zeitlichen Gründen leider nicht wahrnehmen kann, freue ich mich riesig über die (neue) Gelegenheit, sie hier, in Berliner Gefilden, live erleben zu können, gleichzeitig steigt aber auch meine Aufregung ins Unermessliche. Abends führe ich (bis in die Nacht hinein – hallo Felix! ;-)) mehrere Telefonate mit Freunden, die unisono der Meinung sind, dass ich mich trauen und die Chance wahrnehmen soll: „Du gehst da hin, Nadja! – Du wärst ja bescheuert, wenn nicht…!“

Szene 2: Nach einer nicht sehr schlafreichen Nacht werde ich schon relativ früh durch die herrliche Sonne, die den ganzen Raum mit Licht durchflutet, wach. Ich bin gar nicht mal besonders müde, vielmehr rast mein Herz vor Aufregung. Das Abitur und sämtliche Dates waren nichts dagegen! Ich muss über mich selbst lachen, mache mir englischen Frühstückstee und hüpfe unter die Dusche. Lustigerweise habe ich dabei einen Ohrwurm von „Rehab“ in der Version von Amy Winehouse. Essen, Anziehen und Zurechtmachen laufen wie in einem Film ab. Ich packe schnell meine Sachen zusammen und hoffe, dass ich die beiden, sollte ich sie denn tatsächlich zu Gesicht bekommen, nicht mit meiner großen Kamera verschrecke. Haustür zu, rein in den Bus zum Zoo, dann in die S-Bahn bis zur Friedrichstraße. Dort, so denken wir, werden sie im Berliner radioeins-Studio beim Admiralspalast sein. „Die fahren doch bestimmt nicht extra nach Potsdam…“, ist der allgemeine Tenor.

Szene 3: Ich treffe Steven bei traumhaftem Frühlingswetter vorm Admiralspalast. Es ist ca. 14 Uhr. Also noch genug Zeit, bis die beiden eintrudeln sollten. Wir setzen uns in den Hof, quatschen und halten dabei Ausschau nach den Junx… Die Minuten vergehen, doch statt Neil und Chris sehen wir nur wichtige Mitarbeiter und fotografierende Touristen. Allmählich kommt uns das Ganze komisch vor. „Die werden doch nicht in Potsdam sein?!“ Wir warten noch brav bis 15 Uhr… – nix! Kurz danach erfahren wir schließlich vom Hausmeister, dass das Pet Shop Boys-Interview „natürlich“ im Studio in Potsdam stattfindet. Ach, du Sch…!!! Während Steven nach dieser ärgerlichen Gewissheit der Mut verlässt (=> „Nach Potsdam bis 16 Uhr – das schaffen wir nie!“), packt mich auf einmal, wer hätte das gedacht, der Ehrgeiz. „Auf nach Potsdam, mit der S-Bahn, das schaffen wir!“ Steven ist drauf und dran, nach Hause zu fahren, woraufhin ich ihn einfach rigoros mit zur S-Bahn-Station Friedrichstraße schleife ;-), wo gerade eine S-Bahn Richtung Potsdam einfährt.

Szene 4: „Komm, das schaffen wir!“ Ich stehe mit Herzklopfen in der Tür, während Steven noch schnell einen Fahrschein löst. Nach einer kurzen Verschnaufpause machen wir uns während der Fahrt per Handy im Internet schlau, wo genau das radioeins-Studio in Potsdam ist. Ich rufe noch Andreas an, der uns schon mal den Weg von der Station in Babelsberg aus beschreibt. (Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!) Die Zeit ist zwar knapp, aber das Ganze scheint machbar. Jetzt müssen wir nur noch irgendwie „runterkommen“… Ich hole meinen mp3-Player raus, und wir hören „To face the truth“, einen Song, den Steven immer als beruhigend empfindet. Da mich in diesem Moment allerdings der Text stört – „It hurts so much to face the truth“ – und der 31. März ja doch noch ein Glückstag werden soll, wechseln wir sinnigerweise zu „A red letter day“, und weil natürlich auch „It’s alright“ ganz passend ist, schieben wir den optimistisch hinterher. Die letzten Stationen (Wannsee usw.) ziehen sich, dafür ist das Wetter draußen seit Langem mal wieder schön, was zur Entspannung beiträgt. Das Gefühl, dass wir doch noch Glück haben könnten, wächst. Wir mampfen ‘ne Banane und schmunzeln über uns selbst.

Szene 5: Potsdam-Babelsberg, endlich sind wir da! Es ist ca. 15:45 Uhr – also noch 15 Minuten, bis die beiden mit dem Interview fertig sind! Wir rasen aus dem S-Bahnhof, ich noch mit der Banane in der Hand. ;-) Das Studio, das sich laut Info auf einem großen Gelände befinden soll (Andreas: „Könnte auch alles abgesperrt sein.“), ist doch weiter weg, als es auf der Karte den Anschein macht. Wir rennen und rennen – allmählich wird es mit den dicken Jacken doch sehr warm – und fragen Passanten nach dem Weg, treffen aber insgesamt auf Ahnungslosigkeit. Die Zeit verrinnt unerbittlich. Kein Taxi weit und breit. „Lass uns’n Auto anhalten und uns von jemandem hinbringen lassen“, keuche ich zu Steven. An einer Kreuzung sprechen wir eine freundlich aussehende Fahrerin an. Steven bietet ihr 20 Euro, wenn sie uns schnell zum Mediengelände bringt. Sie ist einverstanden; wir hüpfen ins Auto: Das Rennen gegen die Zeit beginnt! Ich schaue schon gar nicht mehr auf die Uhr. Alle zusammen achten wir auf die Straßenschilder – und plötzlich die Erleichterung: Marlene-Dietrich-Allee, hier muss es sein! :-) Die Fahrerin lehnt das Geld ab und gibt uns zu verstehen, dass sie sich freue, uns eine Freude gemacht zu haben. Das hat sie in der Tat! „Hoffentlich finden wir das Studio schnell!“ Wir nehmen noch einmal die Beine in die Hand (es ist schon erstaunlich, zu welchen physischen Höchstleistungen man in solchen Situationen fähig ist…) und flitzen zu einem der Eingänge.

Szene 6: Kaum zu glauben, es ist der richtige: radioeins! Und genau davor steht ein dickes schwarzes Auto! „Das sind’se – und sie sind noch da!“ Wir jedenfalls sind völlig aus der Puste von der ganzen Rennerei und leider auch leicht verschwitzt. „Gut, dass ich eben frisch geduscht und mein Midnight Poison aufgetragen habe“, denke ich mir schmunzelnd, während ich meinem trockenen Hals etwas Wasser gönne. Steven holt ein Deo raus (David Beckham, wenn ich mich nicht täusche), und weil sicher eben sicher ist, lasse ich mich auch noch schnell ansprühen. Ist zwar ein Herrenduft, aber sei’s drum. Die beiden wird’s nicht stören… ;-) Ich werfe meine Jacke über einen Pfosten – und auf geht’s Richtung Eingangstür. Ehe wir mit „pethead“ Michael, der ebenfalls auf die beiden wartet, richtig ins Gespräch kommen können, sehe ich schon von Weitem Neil Tennant durch die Glasfenster. Ich klammere mich um Stevens Arm. Mir rutscht das Herz in die Hose!

Szene 7: Es ist soweit (jetzt gibt es kein Zurück mehr): Der „Traum meiner schlaflosen Nächte“ (*zwinker*) kommt durch die Glastür auf uns zu und sagt mit sanfter Stimme: „How are you doing? Isn’t it a lovely day?“ Von nun an läuft für mich alles wie in Trance ab. (Danke daher, Steven, für den genauen Wortlaut – hatte ich nicht mehr im Kopf, weil ich so aufgeregt war. „Great weather!“ kam dann wohl von mir… *lach*) Ich erzähle ihnen von unserer kuriosen Anreise, Neil begutachtet unsere CDs, DVDs und Platten und stellt dabei fest, dass er die „Home and dry“-Vinyl gar nicht besitzt, Chris meint über meine Kamera „looks very professional“, und dann signieren die beiden ruhig und freundlich alles, was wir ihnen hinhalten. Chris wirkt beruhigend auf mich, sehr relaxed. Beide machen einen natürlichen, angenehmen Eindruck. Fast vergesse ich das Erinnerungsfoto. Steven und/oder Chris (Steven, wie war das nochmal genau??) weisen mich darauf hin. Ich drücke dem Fahrer (?) der beiden meine Kamera in die Hand und stehe, ehe ich mich versehe, direkt neben Neil, ganz dicht, schwankend zwischen Euphorie und peinlicher Berührtheit. Der Fahrer-oder-whatsoever fummelt an meiner Kamera rum, während wir alle in der Sonne stehen und auf den *Klick* warten. Die ganze Situation erscheint so unwirklich. Ich spüre meine Hand auf Neils Rücken/Taille, sein Pullover ist Kashmir-zart. ;-) Die beiden müssen los, haben noch einen weiteren Radio-Termin in Berlin-Steglitz bei Thomas Koschwitz. Wir verabschieden uns. Steven sagt noch schnell, dass wir in Berlin beim Konzert dabei sind, und ich rufe, da ich auch das Konzert in London besuchen werde: „CU in London!“

… und so ist doch noch alles gut ausgegangen. Was für ein Tag!

Bekloppt, aber toll. ;-)

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St. Patrick’s Day 2009

Einmal im Jahr darf jeder ein bisschen Ir(r)e sein…

Heute ist es wieder soweit! Hier mein diesjähriger www-Beitrag zum Paddy’s Day: ein kleiner, selbstgebastelter Clip zu dem irischen Klassiker WHISKEY IN THE JAR – ein Song, mit dem ich viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen verbinde.

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Popkulturelles: YES, they can!

Es ist eine bezaubernde Platte von Tennant/Lowe, dem neben Lennon/McCartney, Marx/Engels, Deleuze/Guattari und Ernie/Bert bedeutendsten Pop-Duo der vergangenen zweihundert Jahre.

Tobias Rapp, SPEX # 319 März/April 2009

Pet Shop Boys, gibt’s die noch? – Aber YES! Man könnte fast sagen: mehr denn je. So haben sie nicht nur vor Kurzem bei den diesjährigen BRIT Awards einen Preis für ihr Lebenswerk erhalten (Outstanding Contribution to Music), was ich Dank einiger lieber Leute live, via Mattscheibe, verfolgen konnte, sondern auch gleich wieder ein neues Album am Start, das den schönen Titel YES trägt und am 20. März in D erscheint.

Statt sich nach rund 25 Jahren im Pop-Business auf den Erträgen von 22 Top Ten- und vier #1-Hits bei 50 Millionen verkauften Tonträgern auszuruhen, geht es kreativ weiter mit neuen Projekten und Auftritten. Es gelingt ihnen dabei immer wieder, sich als Gesamtkunstwerk neu zu erfinden und sich gleichzeitig selbst treu zu bleiben. Im Juni diesen Jahres zieht es die ein oder andere Person nach London… ;-)

Für das Berliner Popkultur-Magazin SPEX, das die Junx (© Stefan) zum Titelthema der aktuellen Ausgabe macht, standen die beiden als Cover Boys zur Verfügung und teilen sich nun ein Split-Cover, d.h. SPEX erscheint diesmal mit einem Doppel-Cover, Neil/Chris.

Zitat SPEX #319 März/April: „Collect them all? That’s so Pop!“, rief Neil Tennant aus, als wir ihm von dem Plan erzählten, Spex #319 mit zwei verschiedenen Covern zu drucken. Auch die Pet Shop Boys veröffentlichen immer wieder Singles mit zwei Covern – was natürlich nur ihre Zusammengehörigkeit betont.

Ein weiterer Verfechter gepflegter Popkultur, das Online-Magazin POPJUSTICE, höhere Instanz des Pop und inoffizieller Nachfolger des britischen Musik-Magazins SMASH HITS, für das einst auch ein gewisser Neil Tennant tätig war, stellte neulich die Frage: Can you make the Pet Shop Boys ‘YES’ sleeve out of sweets?, woraufhin ich spontan Lust bekommen hatte, ebenfalls ein essbares YES-Cover zu basteln. Meine Antwort an POPJUSTICE lautet also (logisch): Yes, I can!

Es gibt zwei Popbegriffe. Der eine begreift Pop als ein Zeichensystem, das ü̈ber die Jahrzehnte gewachsen ist, und das alle möglichen Formen, Genres und Äußerungsformen ausgebildet hat. Vertreter dieser Vorstellung von Pop können meist besser erklären als verkaufen. Jene, die besser verkaufen können als erklären, stehen für den anderen Popbegriff: Pop ist das, was in den Charts ist. (…)

Was dazwischen liegt, ist das Gesamtwerk der Pet Shop Boys.

Tobias Rapp, SPEX # 319 März/April 2009

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„Relikte der Vergangenheit“, die Erste

there are places I’ll remember
all my life
though some have changed
some forever, not for better
some have gone
and some remain
all these places have their moments
with lovers and friends
I still can recall…

© In My Life, Lennon/McCartney, 1965

Habe eben aus Spaß mal wieder in der „Internet Archive Wayback Machine“ gestöbert und meine alten Homepages aufgerufen bzw. das, was davon noch übrig ist. Vieles habe ich ja, inzwischen muss ich sagen: leider, gelöscht. Da wurden jede Menge Erinnerungen wach… Um diese Erinnerungen lebendig zu halten – und um einfach ein bisschen zu schmunzeln – starte ich hier mal die Rubrik „Relikte der Vergangenheit“, in der ich nach und nach Fundstücke aus meiner Vergangenheit zusammentragen werde.

Den Anfang soll dieses Foto hier machen:

Befand sich auf meiner „Come Together“-Homepage und ist ca. Ende 2002 oder Anfang 2003 in meinem alten Zimmer in Frankfurt entstanden. (Muss, wenn ich mal wieder dort bin, nochmal nachschauen.) Einiges passiert seitdem: Abi gemacht, Studium in Frankfurt begonnen, von zu Hause ausgezogen und nach Berlin gewechselt, einmal umgezogen in Berlin, verschiedene Reisen gemacht – und vor allem eine ganze Menge Erfahrungen gesammelt… Das Beste dabei ist, dass ich sagen kann: Ich würde (fast) alles nochmal genauso machen!

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Love etc.

Eigentlich wollte ich ja ganz brav und klassisch auf den ersten radio play der brandneuen Pet Shop Boys-Single LOVE ETC. kommenden Montag auf BBC2 warten, doch da der Song, der übrigens Mitte März in die Läden kommt, bereits gestern (bzw. inzwischen vorgestern) inoffiziell im Internet gelandet ist, sich binnen kürzester Zeit im Netz verbreitete und schließlich auf YouTube wiederfand und dort wie auch in Foren schon größtenteils gelobt und gefeiert wurde, stiegen meine über Wochen und Monate gewachsene Neugierde und Vorfreude ins schier Unermessliche – ja, und so bin ich schließlich der Versuchung erlegen und schwach geworden… Allerdings wollte ich LOVE ETC. nicht das erste Mal auf YouTube hören, daher habe ich mir den Song als mp3-Datei gesichert *räusper* und auf den Player gezogen. Da es schon spät war, und ich noch was für die Uni zu tun hatte, beschloss ich in weiser Voraussicht, die Hör-Premiere auf den nächsten Tag zu verlegen und somit auch die Vorfreude noch etwas zu erhalten. Freitag war es dann soweit: Gemütlich im Bett mit ‘ner Tasse English Breakfast Tea mit Milch und mächtig Herzklopfen, fast wie vor ‘nem wichtigen Date *lach*, gab ich mich dem Song mit geschlossenen Augen hin, hörte ihn in Endlosschleife – und war begeistert: Ein zugleich frisch und melancholisch klingender, intelligenter Pop-Song mit Ohrwurm-Faktor, guten Lyrics und modernen Sounds – und dazu Neil Tennants unverwechselbare Stimme. YES, it’s soo Pet Shop Boys – und das ist auch gut so. ;-) Musste ich jetzt mal erwähnen.

Ach, und damit keine falschen Schlüsse gezogen werden, von wegen Songs aus dem Netz saugen und so: Natürlich werde ich mir die Single auch kaufen. :-)

Hier zwei kleine, farblich an das Artwork des Covers zum neuen Album YES, das am 23. März erscheint, angelehnte Spielereien von mir, die eben spontan beim erneuten Hören entstanden sind:

© nadsab, 2009

© nadsab, 2009

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Hearts are trump!

Als ich mit 16 mal in einen Typen aus meiner Schule verknallt war, der irgendwie „recht kurios“ war, gab es einen Song, den ich oft gehört hatte, weil er die Zustände, die „ups and downs“, in denen ich mich befand, auf ganz witzige Art und Weise widergegeben hatte und weil er – wie die ganze „Beziehung“ an sich – eh nicht so furchtbar Ernst zu nehmen war: „Herz ist Trumpf“ von Trio. Vor allem der Refrain hatte es mir angetan: „Dann rufst du an, dann rufst du an, und ich fange an, zu träumen, sowas darf man nicht versäumen, Herz ist Trumpf; dann rufst du an, dann rufst du an, und ich fange an, zu schweben, ist das schön, das zu erleben, Herz ist Trumpf; (…) du rufst nicht an, du rufst nicht an, und ich bleib am Boden kleben, es hat sich ausgeschwebt mit schweben, Herz ist Trumpf“. Ja, und genau diesen Song hab’ ich letzten Sonntag rein zufällig wiederentdeckt – und zwar auf Englisch!! – ZUM KUGELN… ;-D

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Präsident Popkultur – Obama-Kult: OBAMICON.ME

Ui, ui, ui, der Hype um den – zweifelsohne sehr sympathisch wirkenden – neuen US-Präsidenten nimmt kein Ende, sondern immer groteskere Züge an: Nachdem er bereits als der „neue Messias“ gefeiert wurde [ohne Worte...] und Ikonen-Status erlangte, nimmt er seit einiger Zeit auch vermehrt Einzug in die Popkultur und die Wirren des www. Der neueste Coup ist die Website Obamaicon.Me, auf der man – yes, we can! – schwuppdiwupp zum Obama-Wahlplakat werden kann. Eure nadsab konnte nicht widerstehen und hat das auch mal ausprobiert – dabei kam u.a. das hier heraus:

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Der Name Nadja (von russ. Nadeshda) bedeutet übrigens tatsächlich Hoffnung bzw. die Hoffnungbringende.

Hoffen wir auch das Beste für Barack Obama.

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Blog-intern: „Gesucht, gefunden?“ #2

Hier eine Fortsetzung der schönsten, ausgefallensten und skurrilsten Suchbegriffe, mit denen mein Blog gefunden wurde:

1. feiern über den dächern von berlin – Macht Spaß, vor allem im Sommer!

2. Irish nightlife – Macht ebenfalls Spaß, auch wenn man sich hinterher nicht mehr daran erinnern kann. Wie heißt es so schön: Irish today, hangover tomorrow… ;-)

3. schifffahrt in paris bei nacht – Ist traumhaft! Habe ich im Sommer 2007 gemacht. Ach, ich kriege Fernweh…

4. Mögen Männer Midnight Poison? – Hmm, an anderen oder an sich selbst? *zwinker* Ich kann zumindest zwei nennen, die mich direkt auf den Duft angesprochen hatten und diesen sehr mochten…

5. mindflow nadja sabrina – Volltreffer!

6. auf den nackten hintern – Volltreffer??! ;-)

7. kuss fotos liquidrom – Oh ja, da küssen sich die Leute tatsächlich ganz gerne, vor allem im Sole-Becken unter der großen Kuppel, aber ihr glaubt doch nicht, dass ich da Paparazzo spiele… nee, nee.

8. liquidrom nackt – Ja, in der Sauna!

9. saunabereich nackt – Genau. But not in England.

10. fieses klo – Am besten mal Meister Proper zu Rate ziehen!

11. lecker latte – Ja, ist lecker, mag ich auch gerne. Also den Kaffee, meine ich.

12. wo bleibt die zeit? – Wenn ich DAS wüsste…

13. trabi+wohnzimmer – Joa, von der Größe her dürfte das hinhauen. ;-)

14. wildschweine s bahn – Also, in der S-Bahn sind mir diese possierlichen Tierchen zum Glück noch nicht begegnet, dafür aber jede Menge andere schaurige Gestalten… insbesondere nachts in der Ringbahn.

15. ray ban buddy holly herren brille – Wird das jetzt wieder modern?

16. riesige brille 1987 – Fand ich mega-affengeil! ;-) Beweisfoto? Hier, bitte:

17. alltagsleben+gliederung – Wie gliedert man sein Alltagsleben am sinnvollsten? Ähm, das fragst du ausgerechnet mich? ;-)

18. berlin mit vollmond – Einmal im Monat. (Ich liebe übrigens Stadtspaziergänge bei Vollmond.)

19. socken des knies – Häh, was? Kniestrümpfe?

20. ich will rein – Worein?

21. november oder dezember? – Dezember!

22. schauspielunterricht in den ferien – gute Idee :-)

23. spontane fotografie – Fang den Augenblick ein. So entstehen oft die besten Bilder.

24. mod’s hair zufriedenheit – Bin insgesamt sehr zufrieden!

25. always on my mind – Klingt so schön, wenn es von Neil Tennant gesungen wird…

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Nostalgie-Flash: die 90er Jahre

Wisst ihr noch: RHYTHM IS A DANCER…
- Achtung, es folgt ein kurzer Exkurs von Oma NadSab in die gute, alte Zeit! -

Neulich beim Zappen bin ich durch Zufall mal auf VIVA gelandet, Programmplatz 33 oder so. Hatte den Sender schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr geschaut und mich bei meiner spontanen Feststellung, wie anders er doch heute rüberkommt, unweigerlich ein ganz kleines bisschen alt gefühlt. VIVA ist für mich irgendwie ein Stück Kindheit und Jugend, fest mit den 90ern verknüpft – einer Zeit, die schrill, bunt und laut war und im Nachhinein fast unbekümmert erscheint. Das Coolsein hatte Spaß gemacht – mit Girl Power und Dance Music! ;-)

Als Kinder waren wir häufig draußen. Zu den Pausenhofaktivitäten gehörten Sticker tauschen, Seilspringen, Gummitwist und BASIC INSTINCT nachspielen mit Barbie und Ken. ;-) Wir kannten noch kein Internet, keine Handies, wussten aber, was Safer Sex ist, und warum er wichtig ist. Als ich 1995 ins Gymnasium kam, schmückte ein riesiges Bild eines rosafarbenen Kondoms, das über eine Rakete gestülpt war, eine Wand der Schulcafeteria. Das hatte damals richtig Eindruck gemacht auf mich. *schmunzel* Inzwischen ist übrigens alles überstrichen; die Wände sind nicht mehr quietschbunt, alles ist nüchtern-stylisch.

Die 90er waren, ähm… anders stylisch. Ich habe mir heute spaßeshalber mal ein paar Song-Clips aus jener Zeit auf youtube angeschaut. Da waren Lieder dabei, die ich zum Teil seit 15 Jahren nicht mehr gehört hatte. Konnte mich aber lustigerweise gleich wieder an alles erinnern – und war prompt zurückversetzt in meine Kindheit. Meine (Noch-)Handy-Pin ist übrigens 1993. Beim Eingeben heute Morgen auf dem Weg zur Uni habe ich spontan an dieses Jahr zurückgedacht… und mich plötzlich als 8-jährige gesehen, wie ich mit meinem Kassettenrekorder GO WEST vom Fernseher aufnehme. Der Song war drei Wochen lang Nummer 1 und wurde auf VIVA rauf- und runtergespielt.

Manchmal merke ich, wie mich beim Hören und Sehen dieser Relikte, in denen so viele Erinnerungen stecken, ein kleiner, feiner Nostalgie-Flash überkommt – und im gleichen Moment muss ich über mich selbst lachen… weil ich mit 23 klinge wie meine Oma mit 83. ;-) Fest steht: die 90er haben Spaß gemacht – und statt weiter von der guten, alten Zeit zu quatschen, füge ich einfach mal ‘nen Clip ein, den ich als Kind sehr mochte und heute nach Ewigkeiten wieder gehört habe: LOVE SONG von Mark’Oh (1994).

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