Trauer-Event der Superlative

Habe eben den Fernseher eingeschaltet: ARD und ZDF übertragen die Trauerfeier für Michael Jackson live. Unabhängig von der globalen Bedeutung dieses Künstlers für die Musik und für die Menschen (und davon, dass mich persönlich der „King of Pop“ nie so wirklich erreicht hat), weiß ich nicht, was ich von einem solchen Medienspektakel halten soll. Irgendwie recht bizarr alles. Ich meine, es ist traurig, wenn eine prominente Person, die man auf Grund ihrer Musik, Kunst (etc.) geschätzt hat, verstirbt – in einigen Fällen wäre ich sogar sehr traurig (…) – aber wenn das Trauern zum öffentlichen Großereignis wird, vergleichbar mit dem Public Viewing bei der Fußball-WM, und man das Gefühl hat, dass jeder (egal, ob Fan zu Jacksons Lebzeiten oder nicht) seinen Senf dazugeben muss, finde ich das Ganze doch bedenklich. Wie auch immer; es ist – zweifelsohne – ein kollektives Erlebnis, über das sicherlich noch lange gesprochen werden wird.

1 Antwort bis jetzt »

  1. 1

    Marino sagte,

    Hi Nadja,

    ich habe mich heute komplettverweigert. So ein Schmarren. Der Mann war 15 Jahre in der Bedeutungslosigkeit versunken und jetzt hat offenbar jeder seinen Heiland verloren.

    Alles nur ein inszeniertes Spektakel. Krank!

    Gruß
    Marino


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