Heute war/ist ein absoluter Glückstag…!!!
(Bericht folgt.)
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YES-Release-Party, Essen, 20. März 2009

Der >April 1985< war schon ein bedeutungsvoller Monat: nadsab schlüpft aus dem Ei, während zur gleichen Zeit in London ein 30-jähriger Musik-Journalist seinen Job kündigt, um gemeinsam mit einem Architektur-Studenten eine Karriere als Popstar zu beginnen. Kurze Zeit später stürmen sie tatsächlich die internationalen Charts und werden zur erfolgreichsten Band der 80er Jahre…
Hätte man mir 1993, dem Jahr meiner ersten (bewussten) musikalischen Begegnung mit den Pet Shop Boys, erzählt, dass es sie 2009 noch immer gibt, wäre ich überrascht gewesen; hätte man mir erzählt, dass ich 16 Jahre später quer durch die Republik düse, um die Veröffentlichung eines neuen Albums der beiden zu feiern – ich hätte sofort genickt, denn ich war schon damals in Neil Tennants unverwechselbare Stimme verliebt gewesen. Allerdings mussten (leider) noch viele Jahre vergehen, bis ich – über die gängigen Hits à la WEST END GIRLS und IT’S A SIN hinaus – alle Alben, B-Seiten usw. kennengelernt, mich ganz intensiv mit ihnen beschäftigt habe und sie damit schließlich als Gesamtkunstwerk für mich neu entdecken konnte. Dabei wurden mir u.a. zwei Dinge bewusst: 1) Ich hatte sie maßlos unterschätzt, 2) Sie sind großartig. Inzwischen ist mir auch völlig klar, warum es sie nach rund 25 Jahren im Pop Business immer noch gibt.

Nachdem ich am 19. März, einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung in D, bei herrlicher Sonne meine ganz private YES-Hör-Premiere gefeiert hatte (wollte die neuen Songs >das erste Mal< in Ruhe auf mich wirken lassen), bin ich am Freitagmittag bei erneut frühlingshaftem Wetter von Berlin nach Essen gefahren, wo ein gewisser Martin zusammen mit vielen fleißigen Helfern eine Release-Party mit allem drum und dran veranstaltete: zauberhafte Deko mit Liebe zum Detail, ordentliche Beschallung und Lichteffekte, Nebelmaschine, DJ, Singstar-Contest, leckere, eigens kreierte LOVE (ETC.)-Cocktails, ein reichhaltiges Buffet, das keine Wünsche offen ließ, sowie eine große Tombola-Aktion, bei der jedes Los gewann (und wenn’s auch nur – kleiner Insider – 20 Feuerzeuge waren… ;-)).

Highlight dieses rundum gelungenen Abends war es, die Bekanntschaft vieler lieber “Petheads” gemacht zu haben. Ganz besonders gefreut hat es mich dabei, einige der Mitglieder des deutschsprachigen Forums persönlich kennengelernt zu haben. Wiedersehens-Treffen sind bereits geplant…

mit Felix

Martin nimmt mich auf’n Arm…

Beleuchtung

Let’s dance! ;-)

Chris Lowe und Neil Tennant oder so
Brit Awards 2009, mit Brandon Flowers (The Killers)

Sally und Betty

Plauderrunde
Soo, das war eine kleine Foto-Auswahl von einem wunderbaren Abend im Ruhrpott! Die 532 km von Berlin nach Essen, für die mir am Ende der Party sogar ein Preis für die weiteste Anreise, ein mit einem T-Shirt und Leckereien gefülltes Herz, überreicht wurde, haben sich auf jeden Fall gelohnt!
Ich freue mich schon auf weitere Treffen & gemeinsame Konzertbesuche! Steht ja so einiges an in diesem Jahr… :-)
Gegen drei Uhr nachts sind Manni und Steffen, zwei weitere Mitglieder aus dem Forum, und ich übrigens nach Gütersloh gefahren, wo wir im Haus von Mannis Schwester übernachten konnten. Auf der Fahrt dorthin hörten wir u.a. das gesamte ACTUALLY-Album – das war ein toller Moment. Am nächsten Morgen bzw. Mittag *zwinker* hat uns Mannis Nichte Nadine ein leckeres Frühstück gezaubert; dabei leisteten uns diese beiden Herren Gesellschaft:

Anschließend bin ich über Bielefeld – das gibt es wirklich!! ;-) – mit dem neuen Album im Ohr und rundum glücklich wieder zurück nach Berlin gefahren.
Es ist wahr, es ist wahr, die meisten Menschen wollen nicht in Dortmund leben, sondern essen; Es ist wahr, es ist wahr, dass die Kühe das Gras nicht rauchen, sondern fressen…
aus: Alles Lüge, Rio Reiser, 1986
Am Freitag war ich in Essen, Ruhrpott-Luft schnuppern…

Was mich ansonsten noch in die Europäische Kulturhauptstadt 2010 gezogen hat, das werdet ihr in Kürze hier erfahren. ;-)
Einmal im Jahr darf jeder ein bisschen Ir(r)e sein… ![]()
Heute ist es wieder soweit! Hier mein diesjähriger www-Beitrag zum Paddy’s Day: ein kleiner, selbstgebastelter Clip zu dem irischen Klassiker WHISKEY IN THE JAR – ein Song, mit dem ich viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen verbinde.
Es ist eine bezaubernde Platte von Tennant/Lowe, dem neben Lennon/McCartney, Marx/Engels, Deleuze/Guattari und Ernie/Bert bedeutendsten Pop-Duo der vergangenen zweihundert Jahre.
Tobias Rapp, SPEX # 319 März/April 2009
Pet Shop Boys, gibt’s die noch? – Aber YES! Man könnte fast sagen: mehr denn je. So haben sie nicht nur vor Kurzem bei den diesjährigen BRIT Awards einen Preis für ihr Lebenswerk erhalten (Outstanding Contribution to Music), was ich Dank einiger lieber Leute live, via Mattscheibe, verfolgen konnte, sondern auch gleich wieder ein neues Album am Start, das den schönen Titel YES trägt und am 20. März in D erscheint.

Statt sich nach rund 25 Jahren im Pop-Business auf den Erträgen von 22 Top Ten- und vier #1-Hits bei 50 Millionen verkauften Tonträgern auszuruhen, geht es kreativ weiter mit neuen Projekten und Auftritten. Es gelingt ihnen dabei immer wieder, sich als Gesamtkunstwerk neu zu erfinden und sich gleichzeitig selbst treu zu bleiben. Im Juni diesen Jahres zieht es die ein oder andere Person nach London… ;-)
Für das Berliner Popkultur-Magazin SPEX, das die Junx (© Stefan) zum Titelthema der aktuellen Ausgabe macht, standen die beiden als Cover Boys zur Verfügung und teilen sich nun ein Split-Cover, d.h. SPEX erscheint diesmal mit einem Doppel-Cover, Neil/Chris.

Zitat SPEX #319 März/April: „Collect them all? That’s so Pop!“, rief Neil Tennant aus, als wir ihm von dem Plan erzählten, Spex #319 mit zwei verschiedenen Covern zu drucken. Auch die Pet Shop Boys veröffentlichen immer wieder Singles mit zwei Covern – was natürlich nur ihre Zusammengehörigkeit betont.

Ein weiterer Verfechter gepflegter Popkultur, das Online-Magazin POPJUSTICE, höhere Instanz des Pop und inoffizieller Nachfolger des britischen Musik-Magazins SMASH HITS, für das einst auch ein gewisser Neil Tennant tätig war, stellte neulich die Frage: Can you make the Pet Shop Boys ‘YES’ sleeve out of sweets?, woraufhin ich spontan Lust bekommen hatte, ebenfalls ein essbares YES-Cover zu basteln. Meine Antwort an POPJUSTICE lautet also (logisch): Yes, I can!


Es gibt zwei Popbegriffe. Der eine begreift Pop als ein Zeichensystem, das ü̈ber die Jahrzehnte gewachsen ist, und das alle möglichen Formen, Genres und Äußerungsformen ausgebildet hat. Vertreter dieser Vorstellung von Pop können meist besser erklären als verkaufen. Jene, die besser verkaufen können als erklären, stehen für den anderen Popbegriff: Pop ist das, was in den Charts ist. (…)
Was dazwischen liegt, ist das Gesamtwerk der Pet Shop Boys.
Tobias Rapp, SPEX # 319 März/April 2009