We all make a mess of our lives from time to time – it’s part of the process that you stumble as you climb.
(Neil Tennant, 2002, aus dem Song Here vom Album Release.)
Da sich mein Studium langsam, aber sicher dem Ende zuneigt, bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt und sich auch ganz allgemein Einiges verändert hat in meinem Leben (in dem Sinne, dass ich seit dem letzten Sommer glücklicherweise doch so manche Dinge überdenken konnte, die ich vorher mehr oder weniger als gegeben hingenommen hatte), mache ich mir zur Zeit vermehrt Gedanken, wie es privat und beruflich weitergehen soll. Oft bin ich völlig unschlüssig und hin- und hergerissen, andere Male bin ich nahezu enthusiastisch und schmiede unzählige Pläne. Unsicherheit und Tatendrang wechseln sich ab – oder gehen manchmal auch Hand in Hand.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass 2009 all das, was sich sozusagen bewährt hat, bleiben soll, allem voran natürlich persönliche Bindungen, die ich nicht mehr missen möchte, sich aber darüber hinaus doch viele Dinge ändern sollen, wenn nicht sogar müssen. Das bezieht sich einerseits auf ganz konkrete, alltägliche Situationen, andererseits aber auch auf Abstraktes, wie z.B. bestimmte Denkweisen. Oft erwische ich mich dabei, zu viel zu grübeln und zu wenig zu wagen bzw. einfach zu tun, was dazu führt, dass ich mich von Zeit zu Zeit selbst blockiere. Häufig ist der erste Eindruck, das berühmte Bauchgefühl, gar nicht so verkehrt, dennoch ist es natürlich wichtig, sich nicht zu verschließen, sondern vielmehr offen zu sein für andere Sichtweisen, auch wenn man am Ende möglicherweise doch wieder zu seiner ursprünglichen Meinung zurückkehrt. Denn manches ist, rational betrachtet, problemlos nachvollziehbar, aber emotional betrachtet, kann sich alles in einem dagegen sträuben. So geht es mir z.B. immer wieder in Gesprächen über den Zusammenhang bzw. die Trennung zwischen Liebe und Sexualität. Ich kann verstehen, dass viele (?) Menschen in erster Linie Wert auf soziale und nicht auf sexuelle Treue legen, könnte mir aber – sehr wahrscheinlich – keine „offene Beziehung“ oder Sex mit völlig Unbekannten vorstellen, da für mich sexuelle Lust und Verliebtsein bzw. gegenseitige Zuneigung (im Idealfall Liebe) untrennbar zusammengehören. Außerdem denke ich, dass ein Gefühl der Vertrautheit den Sex qualitativ besser macht (man kennt sich und weiß, was der/die andere will) als der Reiz des Unbekannten, Anonymen und Flüchtigen. Muss aber freilich jede(r) für sich selbst wissen. Klar. ;-)
Hui, jetzt bin ich ein bisschen abgedriftet, dabei wollte ich – auch, weil ich ja hier mit meinem vollen Namen blogge – nicht zu intim werden… aber egal. Wollte das einfach mal loswerden. Ist immer interessant, zu sehen, wie sich so ein Beitrag spontan entwickelt.
We all have a dream of a place we belong. The fire is burning, the radio’s on. Somebody smiles and it means ‘I love you’, but sometimes we don’t notice when the dream has come true.
(Neil Tennant, 2002, aus dem Song Here vom Album Release.)





















