Archiv für Januar, 2009

Erkenntnisse (#1)

We all make a mess of our lives from time to time – it’s part of the process that you stumble as you climb.

(Neil Tennant, 2002, aus dem Song Here vom Album Release.)

Da sich mein Studium langsam, aber sicher dem Ende zuneigt, bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt und sich auch ganz allgemein Einiges verändert hat in meinem Leben (in dem Sinne, dass ich seit dem letzten Sommer glücklicherweise doch so manche Dinge überdenken konnte, die ich vorher mehr oder weniger als gegeben hingenommen hatte), mache ich mir zur Zeit vermehrt Gedanken, wie es privat und beruflich weitergehen soll. Oft bin ich völlig unschlüssig und hin- und hergerissen, andere Male bin ich nahezu enthusiastisch und schmiede unzählige Pläne. Unsicherheit und Tatendrang wechseln sich ab – oder gehen manchmal auch Hand in Hand.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass 2009 all das, was sich sozusagen bewährt hat, bleiben soll, allem voran natürlich persönliche Bindungen, die ich nicht mehr missen möchte, sich aber darüber hinaus doch viele Dinge ändern sollen, wenn nicht sogar müssen. Das bezieht sich einerseits auf ganz konkrete, alltägliche Situationen, andererseits aber auch auf Abstraktes, wie z.B. bestimmte Denkweisen. Oft erwische ich mich dabei, zu viel zu grübeln und zu wenig zu wagen bzw. einfach zu tun, was dazu führt, dass ich mich von Zeit zu Zeit selbst blockiere. Häufig ist der erste Eindruck, das berühmte Bauchgefühl, gar nicht so verkehrt, dennoch ist es natürlich wichtig, sich nicht zu verschließen, sondern vielmehr offen zu sein für andere Sichtweisen, auch wenn man am Ende möglicherweise doch wieder zu seiner ursprünglichen Meinung zurückkehrt. Denn manches ist, rational betrachtet, problemlos nachvollziehbar, aber emotional betrachtet, kann sich alles in einem dagegen sträuben. So geht es mir z.B. immer wieder in Gesprächen über den Zusammenhang bzw. die Trennung zwischen Liebe und Sexualität. Ich kann verstehen, dass viele (?) Menschen in erster Linie Wert auf soziale und nicht auf sexuelle Treue legen, könnte mir aber – sehr wahrscheinlich – keine „offene Beziehung“ oder Sex mit völlig Unbekannten vorstellen, da für mich sexuelle Lust und Verliebtsein bzw. gegenseitige Zuneigung (im Idealfall Liebe) untrennbar zusammengehören. Außerdem denke ich, dass ein Gefühl der Vertrautheit den Sex qualitativ besser macht (man kennt sich und weiß, was der/die andere will) als der Reiz des Unbekannten, Anonymen und Flüchtigen. Muss aber freilich jede(r) für sich selbst wissen. Klar. ;-)

Hui, jetzt bin ich ein bisschen abgedriftet, dabei wollte ich – auch, weil ich ja hier mit meinem vollen Namen blogge – nicht zu intim werden… aber egal. Wollte das einfach mal loswerden. Ist immer interessant, zu sehen, wie sich so ein Beitrag spontan entwickelt.

We all have a dream of a place we belong. The fire is burning, the radio’s on. Somebody smiles and it means ‘I love you’, but sometimes we don’t notice when the dream has come true.

(Neil Tennant, 2002, aus dem Song Here vom Album Release.)

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Blog-intern: „Gesucht, gefunden?“ #2

Hier eine Fortsetzung der schönsten, ausgefallensten und skurrilsten Suchbegriffe, mit denen mein Blog gefunden wurde:

1. feiern über den dächern von berlin – Macht Spaß, vor allem im Sommer!

2. Irish nightlife – Macht ebenfalls Spaß, auch wenn man sich hinterher nicht mehr daran erinnern kann. Wie heißt es so schön: Irish today, hangover tomorrow… ;-)

3. schifffahrt in paris bei nacht – Ist traumhaft! Habe ich im Sommer 2007 gemacht. Ach, ich kriege Fernweh…

4. Mögen Männer Midnight Poison? – Hmm, an anderen oder an sich selbst? *zwinker* Ich kann zumindest zwei nennen, die mich direkt auf den Duft angesprochen hatten und diesen sehr mochten…

5. mindflow nadja sabrina – Volltreffer!

6. auf den nackten hintern – Volltreffer??! ;-)

7. kuss fotos liquidrom – Oh ja, da küssen sich die Leute tatsächlich ganz gerne, vor allem im Sole-Becken unter der großen Kuppel, aber ihr glaubt doch nicht, dass ich da Paparazzo spiele… nee, nee.

8. liquidrom nackt – Ja, in der Sauna!

9. saunabereich nackt – Genau. But not in England.

10. fieses klo – Am besten mal Meister Proper zu Rate ziehen!

11. lecker latte – Ja, ist lecker, mag ich auch gerne. Also den Kaffee, meine ich.

12. wo bleibt die zeit? – Wenn ich DAS wüsste…

13. trabi+wohnzimmer – Joa, von der Größe her dürfte das hinhauen. ;-)

14. wildschweine s bahn – Also, in der S-Bahn sind mir diese possierlichen Tierchen zum Glück noch nicht begegnet, dafür aber jede Menge andere schaurige Gestalten… insbesondere nachts in der Ringbahn.

15. ray ban buddy holly herren brille – Wird das jetzt wieder modern?

16. riesige brille 1987 – Fand ich mega-affengeil! ;-) Beweisfoto? Hier, bitte:

17. alltagsleben+gliederung – Wie gliedert man sein Alltagsleben am sinnvollsten? Ähm, das fragst du ausgerechnet mich? ;-)

18. berlin mit vollmond – Einmal im Monat. (Ich liebe übrigens Stadtspaziergänge bei Vollmond.)

19. socken des knies – Häh, was? Kniestrümpfe?

20. ich will rein – Worein?

21. november oder dezember? – Dezember!

22. schauspielunterricht in den ferien – gute Idee :-)

23. spontane fotografie – Fang den Augenblick ein. So entstehen oft die besten Bilder.

24. mod’s hair zufriedenheit – Bin insgesamt sehr zufrieden!

25. always on my mind – Klingt so schön, wenn es von Neil Tennant gesungen wird…

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* walking in a winter wonderland *

Bevor ich euch gleich auf einen kleinen Spaziergang durch das verschneite Berlin-Dahlem mitnehme, hier, wie angekündigt, noch ein paar Eindrücke aus der Silvesternacht und dem 1. Januar in Stuttgart. :-)

Sue und ich vor dem „Häusle“ eines Kumpels von Alex, irgendwann nachts ;-)

Stuttgarter Straßenimpression

Ein überdimensionaler Tetris-Stein? – Nein, das Stuttgarter Rathaus! ;-)

Glühwein und Dampfnudeln am Schlossplatz

Um den Jahreswechsel herum war es im Vergleich zu jetzt noch relativ warm. Wer wie ich in einem Altbau wohnt – mit Original-Altbaufenstern ;-) – wird zur Zeit wahrscheinlich ähnliche Muster an seinen Fenstern entdecken…

Mein liebstes Winterwetter besteht aus Sonne bei trockener Kälte und ganz viel Schnee. Genauso hatte sich mir Berlin, als ich am Montag wiedergekommen bin, präsentiert. (Wie gut, dass mich meine Mutter zuvor überredet hatte, mir ein Paar neue warme Winterstiefel zu kaufen! ;-)) Am Dienstagmittag nach der Uni habe ich dann gleich mal einen Spaziergang durch die umliegenden Parks gemacht und dabei mit meinem neuen Handy ein paar Eindrücke eingefangen…

Campus-Gelände der Freien Universität Berlin

traumhaftes Winterwetter

unser Wegweiser…

… und ein vorbeirauschender Doppeldecker

Dahlem im Schnee

auf dem Weg in den Triest Park

gegen 13 Uhr

Voilà, ich bin da…

… und genieße die wunderschöne Winterlandschaft.

Nachmittags bin ich dann nochmal mit meiner „richtigen“ Kamera losgezogen. Leider war es da zum Fotografieren fast schon zu dunkel.

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Willkommen, 2009! / „Nadi in Stuggi“

Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht ins Neue Jahr! Bei uns konnte man das fast wörtlich nehmen: Susi, Alex und ich hatten – nach einer kleinen Rundfahrt durch Stuttgart extra für mich (war das erste Mal dort), einem sehr leckeren, ausgiebigen Essen (inkl. Muskatwein, Lachs und Avocado-Salat) und dem mehr oder weniger obligatorischen „Dinner For One“ – beschlossen, zum Bismarckturm, dem höchsten Punkt in Stuttgart-Nord, zu fahren, von dem aus man auf die ganze Schwaben-Metropole schauen kann. Bereits auf dem Hinweg mussten wir feststellen, wie spiegelglatt die Straßen waren, und so verzögerte sich die Fahrt Rutschpartie doch um Einiges, so dass wir es gerade noch rechtzeitig zum Feuerwerk geschafft hatten. Gut eingepackt in Alex’ Skijacke, die ich noch über meine Jacke gezogen hatte, gut gelaunt und erleichtert, dass wir alle heile hochgekommen sind, konnte ich dann gemeinsam mit den beiden das neue Jahr 2009 begießen. Es war sehr, sehr schön und lustig – und die Schwaben, selbst die Jugendlichen, sind richtig gesittet, mannoman! ;-) Keine großartigen Randale, Pöbeleien oder fliegende Flaschen; da bin ich von Frankfurt und Berlin ja durchaus anderes gewöhnt… Anschließend sind wir noch zu einem Freund von Alex gefahren, und irgendwann, so gegen halb sechs, waren wir dann schließlich im Bett. Am nächsten Tag stand noch ein bisschen Sightseeing an. Wenn ich wieder in Berlin bin (im Moment bin ich noch bei meinen Eltern in Frankfurt) werde ich mal ein paar Fotos reinstellen. Lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Sue und Alex für die erstklassige Bewirtung und die schöne Zeit! :-)

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