… und was sonst noch geschah: Der Sommer ist vorbei – oder besser gesagt: unbemerkt vorübergegangen. Juli, August und September 2008 waren auf jeden Fall die kältesten und verregnetsten Sommermonate, an die ich mich erinnern kann. Dafür wird der Frühling nun wohl immer wärmer. Geburtstagfeiern bei heißen 30 °C, wie das 2007 und auch dieses Jahr bei mir der Fall war, scheint Usus zu werden. Na ja, hat auch was. Während ich mich über die fehlende Sommersonne ärgerte, dachte hoffte ich, dass dadurch wenigstens das Schreiben meiner letzten vier Hausarbeiten etwas leichter fallen würde, doch das war anscheinend ein Irrtum. Es ging und geht zwar gut, aber doch irgendwie stockend voran. Ich bin entweder unterwegs oder mit meinen Gedanken ganz woanders. Es ist irgendwie Zeit für Neues, obwohl das Alte ansich nicht schlecht ist. Vielleicht ist das gerade die Crux. Ich habe jedenfalls einige neue Erkenntnisse gewonnen in den letzten Wochen und außerdem eine alte Begeisterung aus meiner Kindheit und Jugend wieder- bzw. vielmehr neu entdeckt, was mich ganz fröhlich macht. Und ich verliebe mich immer noch wie ein verrückter Teenager, obwohl ich doch seit Jahren – und nach wie vor – an einer Person hänge, die so Einiges verändert hat in meinem Leben und die wohl zur Zeit selbst in einer nachdenklichen Phase steckt. Während ich das gerade so schreibe, habe ich irgendwie das Gefühl, dass alles gut ist/wird. Außerdem habe ich ja, um mal das Geheimnis des Titels zu lüften, während eines Ausflugs mit Silvio eine unfreiwillige Begegnung mit einem blutrünstigen Wildschwein überlebt – im Dunkeln auf dem Rübezahlweg unweit von Wannsee und Pfaueninsel. Die (Achtung, Ironie) mutige, coole Nachtwanderung, die ich Stadtkind geplant hatte, fand ein jähes Ende. Was waren wir froh, als wir im letzten Bus zurück Richtung S-Bahn-Station Wannsee gesessen hatten! ;-)
über einen Film, der Fernsehgeschichte schreiben will
Berlin ist ja schon lange eine Filmmetropole. Immer wieder dient die Spreestadt als Kulisse und Sujet für unzählige deutsche und internationale Filme. Doch vergangenen Freitag war alles ein bisschen anders: Diesmal war die Stadt selbst Hauptdarstellerin. 24 Stunden lang stand Berlin im Zentrum der Aufmerksamkeit. 24 Stunden lang wurden sämtliche Ecken, Plätze und Menschen aufgenommen und damit – in 1000 Stunden Filmmaterial – die Vielfalt der Stadt dokumentiert.
Auch ich habe meinen Senf dazu gegeben und mich Freitagnacht am Hackeschen Markt, an einem der „talkpoints“, bei zum Teil recht intimen Fragen um Kopf und Kragen geredet. ;-) Susi, mit der ich unterwegs war, fand mein Spontan-Interview aber durchaus überzeugend. Außerdem wird die Mammut-Doku von Regisseur Volker Heise sowieso erst in einem Jahr, am 5. September 2009, zu sehen sein. Bis dahin sind meine Aussagen ja sicher verjährt…
Jetzt geht erst einmal die Schneidearbeit los. „24h Berlin“ (Untertitel: „Ein Tag im Leben“) wird nächstes Jahr in voller Länge, also 24 Stunden, auf arte und Kanälen des rbb ausgestrahlt werden. Somit ist die ausgefallene Berlin-Hommage der bisher längste Dokumentarfilm überhaupt. Man darf gespannt sein.
Mehr Informationen zum großen Berlin-Selbstreflexions-Projekt: