Soljanka, Chardonnay und Bushmills…

… oder: Was man an einem Abend so alles erleben kann. ;)

Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich dem Ende zu, bald verlagert sich das Alltagsleben wieder vermehrt in den Mikrokosmos Dahlem = alles triftige Gründe, sich in dieser letzten „Ferien“woche einmal mehr den schönen Seiten des Lebens zu widmen. Nachdem ich am Mittwoch mal wieder im Frida Kahlo war (mindflow hat berichtet, siehe hier), habe ich gestern Nachmittag zunächst Julia getroffen – nicht, wie eigentlich geplant, in der Tadschikischen Teestube (siehe hier), da diese leider wegen einer geschlossenen Veranstaltung „belegt“ war, sondern in der Deponie, ebenfalls in Mitte, die ich an dieser Stelle nur weiterempfehlen kann. Allerdings sollte man dort, dem persönlichen Wohlbefinden zuliebe, vielleicht nicht unbedingt die 1000g Eisbein auf Sauerkraut, sondern eher die leckere, scharfe ukrainische Soljanka bestellen – die war nämlich echt ein Genuss. Ebenso gut war der Irish Coffee (Zitat Julia: „Da war aber auch ordentlich was drin, was?“) und mit 3,30 Euro für die Gegend auch verhältnismäßig günstig. Es war wie immer ein schönes Treffen mit guten Gesprächen. (Liebe Grüße an dich, Julia, wenn du das hier gerade liest.) Anschließend stand ich ein Weilchen an der S-Bahn-Station Friedrichstraße, und da wegen des derzeitigen Streiks die S-Bahnen ewig auf sich warten ließen, habe ich spontan beschlossen, einfach mal Sven anzurufen, der sozusagen gleich um die Ecke wohnt. Wenig später war er zu meiner Freude auch schon da, und wir gingen erstmal zu Burger King, wo sich Sven mit zwei Cheeseburgern stärkte. Wir hatten uns vorher zu einer „abendlichen Brückentour“ auf der Spree entschlossen, doch da wir zu spät dran waren, fiel diese leider ins Spreewasser. (Wird nachgeholt.) Dafür saßen wir dann gemütlich am selbigen (wunderschöne Aussicht) und tranken – sozusagen als Kontrastprogramm zu Burger King – in der poshen Ganymed Brasserie einen Rotwein (Sven) und einen Weißwein (ich), was zusammen letztlich den vierfachen Preis der Burger King-Burger ausmachte. Äh ja…, wir sind eben für vieles offen. ;) Dann ging es weiter durch das nächtliche Mitte zum Gendarmenmarkt, der nachts ebenso traumhaft ist wie tagsüber, und von dort aus, immer wieder an der Spree entlang, zum Hackeschen Markt, wo wir schließlich in meinem „dritten Wohnzimmer“ (im ersten sitze ich gerade, das zweite ist das Tulum), dem Kilkenny, landeten. Dort tranken wir bei super Live-Musik (ganz viel Irish Folk, herrlich!) ein Guinness (klar), einen – oder besser eine – „Dirty Girl Scout“ (Cocktail aus Wodka, Kahlua, Baileys und Minze = ganz okay, nur der Baileys war etwas zu dominant und statt Wodka hätte ich Whiskey genommen) und zum Schluss einen Bushmills. Um unsere Geldbeutel und Gesundheit zu schonen, haben wir uns alle Getränke übrigens geteilt. Es war ein toller, erlebnis- und vor allem kontrastreicher Abend, der u.a. die Erkenntnisse gebracht hat, dass 1) nichts über gute Freunde geht und 2) „wir ja alle wissen“ (Zitat Sven), dass ich mit Bono von U2 zusammen bin… oder so ähnlich. ;) Und jetzt werde ich mich mal auf die Socken machen zu Heike, denn es steht mal wieder ein Singstar-Abend an.


1 Antwort bis jetzt »

  1. 1

    [...] dem eben geschilderten, das auch mal sein muss, bietet die Deponie in der Georgenstraße in Mitte (mindflow hat berichtet), eines der letzten alteingesessenen Berliner Restaurants mit urig-gemütlicher Atmosphäre, in der [...]


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